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Triebmotor Internet: Diese Trends gab es früher nicht so

Taufrisch ist das Internet nicht mehr. Bekanntlich wurde die erste E-Mail schon 1971 versendet und bereits ab 1990 erfolgte die Kommerzialisierung desjenigen Netzes, das zuvor praktisch ausschließlich ein Forschungsgebiet war.

Allerdings: Erst im Verlauf der 2000er wurde das Netz zu einem für die meisten Menschen bestimmenden Faktor in Sachen Information, Datenübermittlung und vielem mehr. Damit sind viele Trends, die durch das Netz funktionieren, von diesem angestoßen wurden oder über die damit verbundenen Geräte laufen, deutlich jüngeren Datums. So kommt es, dass vieles, was heute zum alltäglichen Leben gehört, noch vor zehn, fünfzehn oder höchstens zwanzig Jahren praktisch keine Rolle spielte – und dazu finden sich ziemlich viele Beispiele. Die interessantesten fasst der folgende Artikel zusammen.

 

Heute ist das Netz totale Normalität. Dennoch sind die Trendwenden, die es angestoßen hat, nach wie vor bemerkenswert. (pixabay.com / 377053)

Heute ist das Netz totale Normalität. Dennoch sind die Trendwenden, die es angestoßen hat, nach wie vor bemerkenswert. (pixabay.com / 377053)

 

  1. Die Memes

Egal ob es unfreiwillig komische Stockfotos (noch so ein Internet-Trend) sind, ob krude gezeichnete Comics oder Einzelbilder aus Filmszenen, die durch geschriebene Worte eine völlig neue Bedeutung bekommen: Wohl niemand, der auch nur unregelmäßig in der digitalen Welt unterwegs ist, dürfte noch kein Mem gesehen haben. Allein die Liste der bekanntesten Vertreter ist ellenlang; und wer dank Reddit, 4chan und ähnlichen Plattformen tiefer in der Materie steckt, dürfte auch noch weit mehr kennen – und vielleicht sogar bei der Geburt einiger Klassiker von gestern, heute und morgen zugegen (gewesen) sein.

Dabei sind Memes weit mehr als nur Humor. Sie werden von vielen als die ureigenste Kunstform der Digitalisierung angesehen. Denn die allermeisten Memes wären bereits schlicht ohne digitale Technik unmöglich herzustellen. Auch was die niedrigschwellige, geradezu virale Verbreitung anbelangt, geht ohne das Netz und die hier präsenten, zahlreichen Plattformen gar nichts.

  1. Globaler Sex

Natürlich, Sex ist so alt wie die Menschheit. Und seitdem die ersten Urmenschen lernten, mit verkohltem Holz Höhlenwände zu bemalen, gibt es auch schon Pornografie. Allerdings hatte vor dem Netz alles in dieser Hinsicht höchst markante Eigenheiten, die durch das Aufkommen des Internets weggefegt wurden:

  • Alles, was irgendwie professionell war, hatte zum einen nur einen höchst eingeschränkten Markt und zum anderen ein gewisses Stigma.
  • Alles, was in Amateurmanier geschah, blieb auf einen äußerst kleinen Kreis beschränkt. Häufig sogar nur den Fotografen/Videofilmer und sein(e) Model(s).

Dann kam das Internet. Und mit ihm digitale Foto- und Videokameras. Plötzlich konnte jeder mit einem Computer Pornografie publizieren, konsumieren, selbst erstellen. Praktisch über Nacht wurden die bestehenden Strukturen völlig verändert. Millionen Menschen machten sich selbst zum Erotik- und Pornostar. Und von der Sicherheit des eigenen Zuhauses konnte nun jeder solche Medien konsumieren, dahinterstehende Menschen kontaktieren, ohne sich durch Gänge in entsprechende Etablissements genieren zu müssen.

Egal ob es darum geht, Sexkontakte kostenlos zu buchen, professionelle oder amateurhafte Medien zu konsumieren oder auch selbst welche zu erstellen und zu verbreiten: Das Netz setzte die größte sexuelle Revolution seit den 1960ern in Gang –nach Meinung vieler sogar die größte aller Zeiten. Und es geht weiter: Aktuell schickt sich die Plattform OnlyFans an, zur wichtigsten Geldquelle der Erotikbranche zu werden – praktisch ausschließlich dank bestenfalls semiprofessioneller Darsteller.

  1. Die Nachrichtenfreiheit

Wir leben heute in einer Zeit, in der viel über Fake News gesprochen wird; über Verschwörungstheorien, Lügen und Halbwahrheiten, die nur dank des Internets eine derartige Kraft und Verbreitung erlangen konnten. Natürlich, auch das ist eine Folge des Internets und seiner anonymen Kultur – und viele, die davor warnen, haben sicherlich nicht unrecht.

Allerdings gibt es da auch eine andere Seite, eine positive, im allerbesten Sinn freiheitliche: Bevor das Internet eine so weite Verbreitung fand, war Information von festgefügten Faktoren geprägt:

  • Einige wenige Ersteller (etwa die Medien) versorgten eine deutlich größere Anzahl von Konsumenten. Es herrschte also ein sehr großes Gefälle.
  • An praktisch jeder Information hing ein Preisschild, etwa die Kaufsumme für eine Zeitung.
  • Beim Thema globale Informationen war der „Flaschenhals“ des Informationsflusses besonders eng und konnte deshalb nicht zuletzt von Regierungen leicht gesteuert werden.

Dann kam das Internet. Jeder, der einen Telefonzugang hatte, konnte sich damit verbinden. Und in der Heckwelle dieses Phänomens erfolgte eine vorher unmögliche Liberalisierung der Medien. Wer jetzt Informationsflüsse steuern wollte, musste das Internet in seinem Land abschalten – das schafft bis heute nicht einmal China.  

Und wo im Netz jede Information nicht nur eine globale Reichweite bekam, sondern auch unterschiedslos jeder teilnehmen konnte (und kann), endete sowohl das Informationsprivileg der marktwirtschaftlich arbeitenden Medien und Politiker wie der Zwang, für Informationen zahlen zu müssen. Blogger kamen auf und wurden zu alternativen Journalisten. Zwar sorgte das alles natürlich auch für die erwähnten Schattenseiten; insgesamt jedoch machte das Internet die Welt informierter – zumindest aber bietet es jedem diese Möglichkeit, wenn er sie wahrnehmen möchte.

  1. Globalisierung der Partnersuche

Bevor es das Internet gab, bestand ein überwiegender Teil aller Beziehungen zwischen Menschen, die bestenfalls einige dutzend Kilometer voneinander entfernt aufgewachsen waren und lebten. Ausnahmen gab es zwar, aber sie waren vergleichsweise selten.

Dafür sorgte bereits die vollkommen analoge Natur der damaligen Anbahnung von Beziehungen: Einmal abgesehen von Zeitungsannoncen mussten Kontaktwillige sich irgendwohin begeben, wo sie andere Menschen physisch treffen konnten. Bevor das Internet in Fahrt kam, führten deshalb die meisten Beziehungen ihre Ursprünge auf Discos, Bars, den Arbeitsplatz oder ähnliche Örtlichkeiten zurück, an denen fremde Menschen zusammenkamen.

Und es braucht nur eine Zahl, um zu zeigen, wie enorm das Internet dieses Prinzip verändert hat: 46 Prozent. Also fast die Hälfte aller in jüngerer Zeit entstandenen Beziehungen kamen deshalb zustande, weil beide Partner sich im Internet kennenlernten – sei es auf Dating-Plattformen zur ganz gezielten Partnersuche, in Foren und natürlich auch über soziale Netzwerke.

Nicht nur das: Ferner sorgte die globale Natur des Internets auch dafür, dass heute deutlich mehr Beziehungen über Landesgrenzen und Kontinente geflochten werden.

 Liebe mag für immer analog bleiben. Ihre Anbahnung wurde jedoch durch das Netz enorm digitalisiert. (pixabay.com / bertomic)

Liebe mag für immer analog bleiben. Ihre Anbahnung wurde jedoch durch das Netz enorm digitalisiert. (pixabay.com / bertomic)

 

  1. Das „Bestellerprinzip“

Zugegeben, alle möglichen Waren zu bestellen, war auch schon ein Trend, lange bevor jemand an das Internet dachte – dafür standen die großen Versandhandelskataloge, deren Ursprünge sich bis ins Jahr 1856 ziehen.

Allerdings hat das Internet dieses Prinzip vollkommen verändert und vervielfacht. Heute ist für viele Menschen das Bestellen einer Ware der typische Modus Operandi geworden. Vor allem dort, wo es um andere Dinge als die Waren des täglichen Bedarfs geht. Faktisch gibt es heute nichts mehr, was sich nicht mehr im Netz bestellen ließe. Mittlerweile gilt das sogar für jedes nur denkbare Lebensmittel.

Natürlich sorgte das nicht nur für Vorteile – für praktisch jeden Händler besteht heute der Zwang, zumindest „auch“ im Netz präsent zu sein, wenn er sich nicht von einem riesigen Teil seiner Zielgruppe entkoppeln möchte. Auch ist das Internet hauptsächlich für ein zurückliegendes und auch weiterhin anhaltendes Ladensterben ungekannter Größenordnung verantwortlich.

Allerdings zeigt nicht zuletzt die aktuelle Lage, wie viel Glück die Menschheit hatte, dass dieses Bestellerprinzip sich seit den 2000ern so sehr etablieren konnte. Ohne es wären nämlich die Probleme durch die Kontaktbeschränkungen deutlich größer.




LikeTeilenMeldenInfo     von MichaelSchaefer   am 02.03.2021 um 12:31 Uhr
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